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Veröffentlicht am 19. Juli 2026 · 8 Min. Lesezeit

Stempelkarten-Apps im Vergleich: Welche passt zu dir?

Free-Tarif, Wallet, Betriebs-App und Preis: neun Stempelkarten-Apps im ehrlichen Vergleich, mit Quellen und einer Empfehlung, welche zu deinem Betrieb passt.

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Du hast dich für eine digitale Stempelkarte entschieden und stehst jetzt vor einem Dutzend Anbietern, die alle dasselbe versprechen. Welcher passt zu deiner Theke? Dieser Vergleich ordnet neun Stempelkarten-Apps ein: was sie kosten, ob die Karte wirklich ins Apple oder Google Wallet wandert, und womit du als Betrieb überhaupt arbeitest. Ehrlich heißt hier auch: Wir sagen dir, wann ein anderer Anbieter besser zu dir passt als wir.

Worauf es beim Vergleich wirklich ankommt

Die meisten Anbieter zeigen dir eine lange Häkchen-Liste. Für den Alltag an der Theke zählen aber nur eine Handvoll Fragen. Diese fünf entscheiden, ob eine App zu deinem Betrieb passt:

  1. Gibt es einen dauerhaft kostenlosen Tarif, und wo endet er? Manche Apps sind gratis, bis eine Grenze erreicht ist. Nur: Die einen zählen Karten, die anderen Kunden, wieder andere geben nur ein paar Testtage. Diese Grenzen lassen sich schwer direkt vergleichen. Man muss genau hinsehen, was gedeckelt wird.
  2. Landet die Karte im Apple oder Google Wallet, oder braucht der Gast eine App? Der ganze Sinn einer digitalen Karte ist, dass sie im Handy liegt, das der Gast ohnehin dabeihat. Ein App-Download an der Kasse kostet dich echte Teilnehmer.
  3. Womit steuerst du den Betrieb? Sitzt du am Rechner vor einem Web-Dashboard, stempelst du mit dem Handy, oder steht ein Gerät im Laden? Das entscheidet, ob die App zu deinem Arbeitsplatz passt, und ob du an ein bestimmtes Betriebssystem gebunden bist.
  4. Wie wird abgerechnet? Fester Monatspreis, Bezahlung nach Nutzung, oder Preis nur auf Anfrage? Ein nutzungsbasiertes Modell ist günstig, solange du klein bist, kann beim Wachsen aber teurer werden. Und wo kein öffentlicher Preis steht, ist jeder Vergleich schwer.
  5. Wo stehen die Server, wer betreibt die App? Für viele Betriebe in Deutschland ist es ein Unterschied, ob die Daten ihrer Gäste in der EU liegen, und ob der Anbieter überhaupt sagt, wo.

Die neun Anbieter im Überblick

Stand: Juli 2026, Angaben laut Anbieter-Websites. Zwei Anbieter, Stempely und Hillcard, sperren automatische Zugriffe auf ihre Seiten; ihre Angaben stammen aus zitierten Suchergebnissen und sind entsprechend mit Vorsicht zu lesen (im Text als „laut Angaben” markiert). „k. A.” heißt: Der Anbieter macht dazu öffentlich keine belegte Angabe.

AnbieterDauerhaft gratis?Apple/Google WalletBetrieb steuerst du überPreis-Einstieg (bezahlt)Herkunft / Server
Treulyja, bis 50 aktive Kartenja, auch im Free-TarifiOS-App (iPhone)Pro 39 €, Max 69 € / MonatDeutschland, EU-Server
Stempelyja (Basic, laut Angaben)nicht bestätigtDashboard + Kunden-Appunklar (~5–14 €, laut Angaben)Deutschland; Server k. A.
Hillcardja (laut Angaben)ja (laut Angaben)k. A.k. A.Deutschland; Server in DE (laut Angaben)
stemp.appnein (nur Test)jaWeb-Dashboard10 € / Monat (500 Karten)Deutschland, in DE gehostet
FaveCardja, aber Wallet erst ab Proja, ab ProHandy-Scan + Dashboard~29 € / Monat (Pro)k. A.
Loopy Loyaltynein (15 Tage Test)jaWeb-Dashboard + Stamper-App25 $ / Monatk. A.; Betreiber PassKit
Passcreatorja, bis 5 aktive Kartenja (auch Samsung)Web-Editor; App nur zum Scannennutzungsbasiert (+ MwSt.)Deutschland/Island, EU-Hosting
mankidok. A.k. A.iPad-Terminal + Kunden-AppPreis auf AnfrageDeutschland; Server k. A.
hello againnein (nur Demo)k. A.Web-DashboardPreis auf AnfrageÖsterreich

Die Anbieter im Kurzporträt

Stempely (Deutschland) bietet laut eigenen Angaben einen dauerhaft kostenlosen Basic-Tarif mit QR-Code, Stempelkarte und Kundenliste; die Preise der Bezahl-Stufen schwanken in den zitierten Quellen zwischen rund 5 und 14 € im Monat und sind nicht sicher belegt. Ob die Karte ins Apple oder Google Wallet wandert, ist nicht bestätigt; Stempely arbeitet offenbar app-basiert. Der Entwickler sitzt in Deutschland und betont Datensparsamkeit. Wo die Server stehen, ist nicht angegeben.

Hillcard (Ravensburg) fährt laut zitierten Angaben ein Freemium-Modell, bei dem die Kernfunktionen der Stempelkarte dauerhaft kostenlos bleiben; konkrete Preise der Bezahl-Stufen ließen sich nicht belegen. Wallet-Unterstützung für Apple und Google ist laut denselben Angaben vorhanden, war aber nicht direkt prüfbar. Die Daten liegen laut Anbieter auf Servern in Deutschland.

stemp.app (Deutschland) verzichtet auf einen Dauer-Gratis-Tarif und startet bei 10 € im Monat für bis zu 500 aktive Karten; die Pro-Stufe für 15 € hebt das Limit auf. Apple und Google Wallet sind in beiden Tarifen dabei, die Karte braucht keinen App-Download. Gesteuert wird über ein Web-Dashboard (eine eigene Betriebs-App nennt der Anbieter nicht); gehostet ist die App in Deutschland und als DSGVO-konform beschrieben.

FaveCard hat einen dauerhaft kostenlosen Plan mit einer Karte und unbegrenzten Kunden. Allerdings werden die Premium-Funktionen samt Wallet-Pässen gesperrt, sobald die ersten 30 Kunden die Karte aktiviert haben; im Gratis-Plan bekommen Gäste nur eine Browser-Karte, die sich nicht ins Wallet legen lässt. Ab der Pro-Stufe (nach eigener Preisseite rund 29 € im Monat, die Startseite nennt in Dollar mehr) sind Apple- und Google-Wallet-Pässe enthalten. Herkunft und Server-Standort gibt FaveCard nicht an.

Loopy Loyalty richtet sich an Betriebe vom Einzelladen bis zur kleinen Kette und startet bei 25 $ im Monat (kein Dauer-Gratis, nur 15 Tage Test). Stark ist das Modell bei der Steuerung: ein Web-Dashboard am Rechner plus eine separate „Stamper”-App fürs schnelle Stempeln an der Kasse. Auf welchen Betriebssystemen die Stamper-App läuft, macht Loopy Loyalty keine Angabe. Ein Herkunftsland nennt der Anbieter (betrieben von PassKit) nicht.

Passcreator (Deutschland/Island) rechnet nutzungsbasiert ab: Bis zu fünf aktive Karten sind dauerhaft kostenlos, danach zahlst du gestaffelt nach Menge (zzgl. 19 % MwSt.). Die Karten unterstützen Apple, Google und sogar Samsung Wallet. Verwaltet wird im Browser; eine App gibt es nur zum Scannen. Passcreator hostet in der EU, ist ISO-27001-zertifiziert und bedient nach eigenen Angaben über 9.000 Organisationen bis hin zu Großmarken. Das Angebot ist also eher breit aufgestellt als auf reine Kleinbetriebe zugeschnitten.

mankido (Hessen) fällt aus dem Rahmen der reinen Wallet-Apps: Es setzt auf ein iPad-Terminal im Laden plus eine Bonus-App für die Gäste, funktional näher an einem Kassensystem. Einen öffentlichen Preis nennt mankido nicht (Anfrage nötig), Apple oder Google Wallet ist nicht erwähnt. Der Anbieter beschreibt sich als DSGVO-konform und wird vom Land Hessen gefördert.

hello again (Österreich) bietet vier Pakete, aber keinen Selbstbedienungs-Gratis-Tarif und keine öffentlichen Preise. Es gibt ein individuelles Angebot, dazu eine kostenlose Demo. Gesteuert wird über ein Web-Dashboard; zu Apple oder Google Wallet macht der Anbieter keine Angabe. hello again bedient nach eigenen Angaben über 1.000 Unternehmen in 28 Ländern, von Einzelbetrieben bis zur Kette, also breiter als die reinen Kleinbetriebs-Apps.

Treuly (Hamburg, EU-Server in Frankfurt) steuert den Betrieb als einzige der neun komplett über eine iPhone-App statt über ein Web-Dashboard: Dein Team stempelt, indem es den Wallet-Pass des Gastes mit der Kamera scannt. Kein Extra-Gerät, kein Kassensystem. Der Free-Tarif ist bis zu 50 aktive Karten dauerhaft kostenlos und enthält den echten Wallet-Pass samt QR-Code, nicht erst im Bezahl-Tarif. Pro kostet 39 € im Monat, Max 69 €. Gäste brauchen weder App noch Konto.

Welche App für wen?

Du arbeitest mit Android-Geräten an der Theke. Dann ist Treulys Betriebs-App aktuell nichts für dich, sie läuft nur auf dem iPhone. Browserbasierte Anbieter wie Passcreator oder stemp.app sind vom Gerät unabhängig; Loopy Loyalty hat zwar eine Stamper-App, macht aber keine Angabe, auf welchen Geräten sie läuft. (Deine Gäste mit Android sind nirgends ausgeschlossen: ihre Karte ist überall ein Google-Wallet-Pass.)

Du willst lieber am Rechner arbeiten. Ein Web-Dashboard bekommst du bei Loopy Loyalty, Passcreator, stemp.app oder hello again. Treuly steuert den Betrieb bewusst über die App am Handy: gut an der Theke, unpassend, wenn du alles am Bildschirm erledigen willst.

Du hättest gern ein Gerät im Laden statt „nur” einer Karte. mankido mit seinem iPad-Terminal geht in Richtung Kassensystem: mehr Hardware, aber auch mehr als eine reine Stempelkarte.

Du bist eine größere Kette oder brauchst Referenzen von Großkunden. Passcreator und hello again sind breit aufgestellt und bedienen nach eigenen Angaben auch große Marken.

Du startest sehr klein und zählst jeden Euro. Für den günstigsten Einstieg sorgen stemp.app (ab 10 €) oder Passcreators nutzungsbasiertes Modell (bis 5 Karten gratis), Letzteres kann beim Wachsen aber teurer werden. Treulys Free-Tarif deckt dafür bis zu 50 aktive Karten ab, ohne dass Wallet-Pässe gesperrt werden.

Dir sind Standort, Preis-Ehrlichkeit und ein App-freier Einstieg für die Gäste wichtig. Hier spielt Treuly seine Stärken aus: EU-Server, öffentlich genannte Preise (statt „auf Anfrage” wie bei hello again und mankido), und Gäste, die nur den QR-Code scannen, ohne App, ohne Konto. Den Unterschied zwischen einer eigenen Stempelkarte und einer Rabatt-Plattform vertiefen wir im Vergleich Stempelkarte oder Rabatt-App.

Häufige Fragen

Gibt es eine Stempelkarten-App komplett ohne Kosten?

Mehrere Anbieter haben einen dauerhaft kostenlosen Tarif, aber mit sehr unterschiedlichen Grenzen. Treuly ist bis zu 50 aktive Karten gratis, Passcreator bis zu fünf aktive Karten, FaveCard unbegrenzt in der Kundenzahl (aber ohne Wallet-Pass im Gratis-Plan). Stempely und Hillcard nennen laut eigenen Angaben ebenfalls kostenlose Kernfunktionen. Andere wie stemp.app, Loopy Loyalty und hello again bieten nur einen zeitlich begrenzten Test. Welche Grenze für dich zählt, hängt davon ab, wie viele Karten oder Gäste du erwartest; ein Blick auf die Preise lohnt sich vor der Entscheidung.

Brauchen meine Gäste eine App?

Bei den meisten Wallet-basierten Anbietern nicht: Der Gast scannt einen QR-Code und legt die Karte ins Apple oder Google Wallet, das ohnehin auf dem Handy ist. Die Ausnahmen sind wichtig. FaveCard gibt im Gratis-Plan nur eine Browser-Karte ohne Wallet aus, und bei Stempely ist die Wallet-Unterstützung nicht bestätigt. Frag im Zweifel gezielt nach, ob die Karte wirklich ins Wallet wandert.

Ich habe nur Android-Geräte im Betrieb, welche App geht?

Fürs Stempeln durch dein Team brauchst du eine plattformunabhängige Web-Oberfläche (Passcreator, stemp.app), die unabhängig vom Gerät im Browser läuft. Loopy Loyalty bietet zwar eine separate Stamper-App, macht aber keine Angabe, auf welchen Betriebssystemen sie läuft. Treulys Betriebs-App gibt es derzeit nur fürs iPhone, eine Android-Version ist geplant. Für deine Gäste spielt das keine Rolle: ihre Karte funktioniert auf Android wie auf dem iPhone.

Wie steht es um den Datenschutz?

Mehrere Anbieter machen konkrete Angaben: Treuly nennt EU-Server, stemp.app hostet in Deutschland, Passcreator in der EU mit ISO-27001-Zertifikat, Hillcard laut eigenen Angaben in Deutschland. Andere, etwa FaveCard und Loopy Loyalty, nennen keinen Server-Standort. Wenn dir wichtig ist, wo die Daten deiner Gäste liegen, frag gezielt danach; wie Treuly damit umgeht, steht in den häufigen Fragen.